• 2012 · Enver Erol

    Friseurmeister · Potsdam

    Beschreibe bitte dein Unternehmen.

    Ich bin Friseurmeister und leite meinen Laden seit nunmehr sieben Jahren hier in Potsdam. Was uns ausmacht: Ich vereine das Klassische und das Moderne, Kreativität, Eleganz und Handwerk, um unsere Kunden zu verschönern. Wir arbeiten für Herren und Damen, und haben uns spezialisiert auf Rasuren für Männer und besondere Farbtechniken für Frauen.

    Ich habe drei Mitarbeiter, wir arbeiteten von Anfang an zusammen und haben ein besonderes Vertrauensverhältnis zueinander. Wir sind vier Jungs, und das kommt auch bei den Kunden super an.

    Was ist das Besondere an deiner Arbeit?

    Das Ambiente war und ist für Potsdam außergewöhnlich, weil der Laden durch barocke und moderne Elemente sehr besonders ist. Und der Friseurberuf ist zu 100 Prozent unsere Leidenschaft. Wir überlassen nichts dem Zufall und zaubern mit dem richtigen Cut, einer frischen Coloration und einem eleganten Styling nicht nur schöne Haare, sondern auch ein Lächeln ins Gesicht unserer Kunden.

    Der Mensch dahinter

    Ich habe meine Friseur-Ausbildung in Potsdam gemacht und den Meister dann in Götz in der Handwerkskammer abgeschlossen. Gegründet habe ich mit 27 Jahren.

    Warum bist du damit erfolgreich? Was hat sich im Laufe der Jahre geändert?

    Man muss immer auf dem neuesten Stand sein, um die Kunden immer wieder zufriedenzustellen. Dranbleiben ist das wichtigste. Und wenn man mit Leidenschaft seinen Beruf macht, hat man Erfolg. Werbung musste ich nur ganz am Anfang machen. Dann waren die Kunden so zufrieden, dass sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda schnell mein Kundenstamm erweitert hat. Die meisten Kunden kommen auf Empfehlung.

    Dein Bezug zu Brandenburg

    Ich bin in Potsdam aufgewachsen, lebe seit 25 Jahren hier und hatte die Wahl, in Berlin oder Potsdam zu gründen. Ich wollte den Potsdamern einen guten Friseur anbieten und habe mich dann für diesen Standort entschieden. Ich liebe die Stadt, sie ist meine Heimat.

    Aus welchem Grund hast du dich damals selbstständig gemacht?

    Erstens wollte ich schon immer mein eigener Herr sein. Und zweitens wollte ich meine Kreativität und meine Leistung ausleben, ohne das mir jemand im Nacken steht. Ich wollte meine eigenen „Werke“ herausbringen und die Kunden glücklich machen. In einer Anstellung hätte das so nicht funktioniert. Ich habe während der Ausbildung und in einer kurzen Anstellung in Berlin gemerkt, das ist nicht meins. Ich brauche meine Freiheit und kann so meine Kreativität voll rauslassen.

    Die wichtigste Erfahrung als Gründer?

    Ich sammle immer noch viele Erfahrungen, auch nach den Jahren. Und die sind auch wichtig, weil man nie auslernt.

    Mein erster Tag hier im Laden war wirklich toll: Viele Freunde und Kunden sind zur Eröffnung gekommen, um mit mir zu feiern. So ein Laden ist wie ein Baby – es ist ein tolles Gefühl, das Kind wachsen zu sehen aber es ist auch anstrengend.

    Was waren die Stolpersteine als Gründer? Welche sind es jetzt?

    Die Bürokratie war nicht ohne – aber mit der Unterstützung habe ich das hinbekommen. Ich würde gern nur arbeiten und auf die Bürokratie verzichten, denn sie kostet so viel Zeit. Die eigenen Unterlagen, die Unterlagen der Mitarbeiter, die Abrechnung – ich mache alles selbst.

    Die größte Herausforderung am Anfang war die Suche nach einem geeigneten Laden; aber ich hatte da einen Glückstreffer und habe gleich zugesagt. Und wir haben den Laden dann auch erhalten. Sehr viel Glück habe ich auch mit meinen Mitarbeitern. Wir haben ein sehr guten Umgang miteinander und arbeiten seit dem ersten Tag zusammen. Ich bin zwar der Chef, aber wir haben hier eine sehr entspannte Atmosphäre, so sind die Jungs gelassen und kommen gern hier arbeiten.

    Was sind für dich die Vorteile & Nachteile der Selbstständigkeit?

    Ich stehe jeden Morgen auf, gehe mit einem Grinsen in den Laden und komme abends mit einem Grinsen wieder raus. Ich sehe mein Unternehmen wachsen, das hat für mich nur Vorteile.

    Und wenn man seinen Beruf mit Spaß und Leidenschaft macht, gibt es eigentlich keine Nachteile (außer vielleicht die Bürokratie).

    Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

    Ich würde nichts ändern wollen. Ich würde mich jeder Zeit wieder selbstständig machen, egal wann und wo. Ich kann es nur jeden empfehlen! Es war in der Anfangszeit schon schwierig, sich mit der Konkurrenz zu messen, aber jetzt läuft es super.

    Was empfiehlst du anderen Gründer*innen bzw. Jung-Unternehmer*innen?

    Wenn man die Gelegenheit hat, seinen Traum zu verwirklichen, sollte man es unbedingt machen, auch wenn man manchmal hinfällt. Einfach wieder aufstehen, weitermachen und irgendwann lernt man laufen. Nie aufgeben!

    Kontakt

    Coiffeur Enver Erol

    Charlottenstr. 29, 14467 Potsdam

    Tel.: 0331-5883091

    Web: www.enver-erol.de

    Facebook: www.facebook.com/lecoiffeur.envererol

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