• 2013 · Stephanie Zander

    Yogalehrerin · Zollchow

    Beschreibe bitte dein Unternehmen.

    Ich gebe ganzheitliche Yoga-Einheiten in Unternehmen, Einzelcoaching und für Yogainteressierte in Form von besonderen Events an schönen Orten. Beispielsweise in der Natur: aktuell im Kloster Jerichow, im September in Kamern am See, am Wasser in Semlin oder am Beetzsee sowie in den Wäldern rund um Zollchow, in einem angenehmen Raum in Steckelsdorf und an vielen anderen schönen Orten dieser Welt. Die Bewegung und Entwicklung von Körper und Geist, Entspannung und der gesundheitliche Aspekt sind für mich wichtig. Zum Yoga gehören verschiedene Säulen im Leben, die das Wohlbefinden und die Lebenseinstellung beeinflussen. Diese Säulen möchte ich meinen Kunden näherbringen. Die Verbindung aufzeigen und mit ausgewählten entsprechenden yogischen Bewegungsabläufen, Atem- und Entspannungsübungen sowie Körperwissen im Einklang SEIN und den Teilnehmern ganz besonderes Werkzeug an die Hand geben, ist mir wichtig.

    Yoga ist Verbunden SEIN.

    Ich biete Themen-Yoga an und habe mir ein eigenes Konzept aufgebaut. Themen Yoga heißt für mich: auf ausgewählte Bereiche spezialisiertes Yoga und doch unter Einbezug aller Säulen. Alles eins. Eben verbunden. Vom Anfang bis zur Vertiefung des Themas.

    Das Konzept besteht aus Yoga in der Natur, um den Ursprung, Bedeutung und die Liebe zur Natur bewusst wahrnehmen zu können. Es finden zum Beispiel zwei oder vier Termine zu den Grundlagen eines ausgewählten Bereiches statt und ein themenbezogener Workshop. Dann geht es in die Vertiefung des Themas mit Yoga-Zeiten und Workshop.

    Wenn ich mein Angebot in Stichworten zusammenfasse: Gesundheitswochen, Bildungsurlaub in toller Atmosphäre und Umgebung, Seminartage zum Thema Entspannung, Stressmanagement, Yoga sowie Workshops, Yoga Tage, Events und Themen-Yoga.

    Gegründet habe ich 2013 allerdings als Unternehmensberaterin und das ist auch heute noch ein Teil von mir: Für eine Gemeinde in Milow übernehme ich die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung und in Stendal arbeite ich bei Bedarf als Dozentin und biete Existenzgründungsberatung an. Die Tätigkeit als Yogalehrerin hat sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert.

    Kunden finden mich über meine Webseiten, aber auch über Facebook, YouTube und Instagram. Weiter können Kunden durch Flyer und Visitenkarten auf mein Angebot aufmerksam werden. Ich habe sogar eine kleine eigene Sendung für einen offenen Kanal in Stendal. Diese Sendung wird in Sachsen-Anhalt im TV ausgestrahlt und kann über Internet weltweit gesehen werden. Hier wurde ich bereits des Öfteren angesprochen: „Sie sind doch die Yoga Frau aus dem Fernsehen …“. Viele nutzen auch in dieser Form die Yoga-Zeit für sich. Die meisten Menschen kommen aber auf Empfehlung zu mir und das darf sich gern weiterentwickeln.

    Was ist das Besondere an deiner Arbeit?

    Für mich ist Yoga nicht nur ein Trendsport, wie es oft verkauft wird. Die Menschen, die zu den Yoga Angeboten zu mir kommen, dürfen lernen, dass Körper und Geist verbunden ist. Es geht darum, den Ursprung wahrzunehmen, an sich „zu arbeiten“, sich zu entwickeln und sich als Ganzes zu fühlen. So, wie jeder Einzelne ist. Mit allen Gefühlen, die bei jedem von uns SEIN dürfen. Jeder von uns ist einzigartig, verbunden mit dem Ursprung und hat seine Fähigkeiten, die er/sie in die Welt bringen kann. Meine Fähigkeiten bringe ich im Moment in dieser Form in die Welt und durfte bereits sehen, wie Teilnehmer ihr Leben veränderten, aufblühten, sich wohlfühlten und sich entwickelten. Das Besondere ist, dass meine Yoga Einheiten – egal ob als Yoga Tag, Event oder in anderer Form –  Bewegung, den bewussten Atem, Entspannungsübungen und Achtsamkeit verbinden. Am besten mit Mutter Natur und Vater Himmel.

    Ich habe immer neue Ideen – ich möchte Produkte selbst herstellen, z. B. sammele ich Kräuter für spezielle Tees und Räuchermischungen, die dem Körper guttun. Momentan für mich und Freunde, doch sicher bald auch für dich, der diese Zeilen gerade liest. Um dies umsetzen zu können, mache ich gerade mein Gesundheitszeugnis.

    Zukünftig möchte ich gern ein kleines Yoga-Zentrum, mit dem Hintergrund des „verbunden SEIN“ und allen Säulen meiner Lebensphilosophie, hier auf dem Land ausbauen und bin dabei, dafür einen alten Hof zu kaufen und herzurichten. Ich möchte gern, dass sich die Leute hier in der Natur verbunden (sich)fühlen, entspannen können und ihre ganz besondere Yoga-Zeit erleben, die ihr Leben ein Stückchen verändert.

    Warum bist du damit erfolgreich?

    Ich lebe es! Und mache es nicht nur. Die Rückmeldungen meiner Kunden zeigen mir, dass mich die Authentizität ausmacht. Es passt alles zusammen. Ich bin nicht perfekt und das ist gut so. Ich gehe offen mit meinen Stärken und Schwächen um, verstehe oft sehr genau, was meine Kunden gerade bewegt. Ich bin ein sehr sensibler und empathischer Mensch. Ich bin einfach so, wie ich bin.

    Der Mensch dahinter

    Ich schaue gerade zurück und sehe, wie ich damals mit 27 Jahren gegründet habe. Ganz anders als jetzt. Ich hätte mir das damals so nicht vorstellen können. Ich habe mich entwickelt und tue es immer weiter. Das finde ich schön und ich freue mich auf meinen Weg. Wohin er mich noch führt.

    Ich bin gerne in der Natur unterwegs, atme tief durch, genieße Momente der Ruhe und des Schauens, Beobachtens im Wald. Ich bin dankbar für Tiere, wie meinen Kater und meine Katze. Ich liebe Yoga, plane und organisiere mit Freude meine nächsten Veranstaltungen.

    Und: Ich schreibe gern. Mein erstes Buch ist fast fertig und ich habe sogar schon einen Verlag dafür gefunden.

    Aus welchem Grund hast du dich damals selbstständig gemacht?

    Ich habe BWL studiert und habe zuerst auch in dem Bereich angestellt gearbeitet. Hier konnte ich nebenbei eine Ausbildung zur Qualitätsmanagement-Beauftragten und Auditorin absolvieren. Als das alles nicht mehr gepasst hat, musste ich einen Cut machen, um zu schauen, was eigentlich zu mir passt. Aber auch nach einem Jahr wusste ich es noch nicht. Bei jedem Vorstellungsgespräch war wieder dieses bedrückende Gefühl präsent, als BWL´er zum Workaholic gemacht zu werden. Das wollte ich aber nicht mehr. Bevor ich mich unglücklich machte, habe ich überlegt, was ich zu diesem Zeitpunkt konnte: Das war Existenzgründungsberatung, das Beantragen und Abrechnen von Fördermitteln, Organisation, Planung und Qualitätsmanagement. In diesen Bereichen konnte ich beraten und habe dann damit 2013 angefangen. Ich habe diese Themen mit in die Unternehmensberatung eingeflochten.

    Nach einer schweren Krankheit habe ich noch mal ganz neu angefangen und viele Dinge bewusster gesehen. Ich habe auf mich geachtet, war viel in der Natur und habe ganz neu kennengelernt, was Körper und Seele guttut. Im Angestelltenverhältnis und der Vorgründungsphase ist das oft zu kurz gekommen. Während dieser Zeit bin ich zum Yoga gekommen und habe eine Yogalehrer-Ausbildung gemacht, um mich weiterzuentwickeln. Mit diesem neuen Wissen habe ich nebenbei Kurse entwickelt – zunächst im liebevoll hergerichteten Gemeindehaus in Zollchow und heute bei Veranstaltungen in der Natur und in ausgewählten Räumlichkeiten für verschiedene Menschen. Zum Beispiel Menschen, die viel Stress ausgesetzt sind, körperliche Probleme haben, etwas für sich tun wollen. Menschen direkt in Unternehmen oder Einrichtungen wie in der JVA, Finanzamt, Banken, Unternehmen mit Schichtarbeiter, kleine Unternehmen zur Mitarbeiterpflege, Fachkliniken uvm. Diese finden im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Form von Schulungstagen mit praktischen und theoretischen Anteilen statt. Unternehmensberatung und Yoga vermischen sich, das hatte ich vorher gar nicht so geplant. Aber das ist genau mein Ding!

    Die wichtigste Erfahrung als Gründerin?

    Ich möchte für mich und meine Werte im Leben arbeiten. Das Leben ist zu kurz, um sich verheizen zu lassen. Ich möchte meine Stärken nutzen und die für mich wahren Dinge leben. Ich möchte meine Zeit mit für mich sinnvoller Arbeit verbringen. Wissen, dass ich für etwas Gutes arbeite. Ich lerne immer dazu. Es ist ein Prozess.

    Was waren die Stolpersteine als Gründerin? Welche sind es jetzt?

    Sich selbst Grenzen setzen: In den ersten drei Jahren habe ich nicht einen Tag Urlaub gemacht. Obwohl es mir immer Spaß machte, hat mir mein Körper irgendwann Grenzen gesetzt. Es ist mir heute wichtig, auch mal andere Dinge als die Arbeit zu sehen und achtsam mit mir selbst zu sein.

    Sehr viel Zeit nehmen auch Behördengänge, die Abrechnung mit den Krankenkassen und die Bürokratie in Anspruch; neben dem Akquirieren von neuen Kunden, der aktuellen Arbeit am Menschen, der Buchführung, dem Marketing, ist das für einen Einzelunternehmer ziemlich viel.

    Was sind für dich die Vorteile & Nachteile der Selbstständigkeit?

    Freiheit! Ich bin ein Mensch, der neu entstehende Ideen zeitnahe ausprobieren und umsetzen möchte. Die Freiheit, mich zu finden und alles auszuprobieren, genieße ich sehr. Kreativ sein, meine Ideen wahr werden lassen – das bereitet mir Freude.

    Dadurch kam bei mir eine komplett neue Geschäftsidee zutage. Und ich bekomme die Sachen, die ich mache, nicht diktiert. Ich habe viele Spielräume, die ich nutzen kann, obwohl ich mich natürlich an Regeln und Pflichten halten muss. Ich kann meine eigenen Werte leben und sie spiegeln sich in meiner Arbeit wieder.

    Und ja, es gibt natürlich auch Nachteile; es ist immer unsicher. Ich weiß nicht, wie es morgen aussieht, ob dann Kunden da sind. Es ist unregelmäßig, mal gibt es viele neue Projekte und mal weniger. Letztendlich kommen die Aufträge doch so, dass am Ende alles passt.

    Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

    Nichts, ich bereue nichts. Ich mag das freie, selbstbestimmte Arbeiten. Jede Erfahrung hat mich weitergebracht. Ich bin ein Freigeist, probiere gerne neue Dinge aus und setze es dann einfach um, wenn es sich richtig anfühlt.

    Was empfiehlst du anderen Gründer*innen bzw. Jung-Unternehmer*innen?

    Sei mit dir selbst im Reinen! Die eigenen Ziele und die Persönlichkeit müssen im Einklang sein mit dem Unternehmen – die Leute bemerken diese Stimmigkeit. Und ganz wichtig ist Geduld. Vieles entwickelt sich mit der Zeit. Vertraue dir und deinem tiefen, inneren Gefühl. Der Weg ergibt sich nach und nach.

    KONTAKT

    Stephanie Zander

    Dorfplatz 2, 14715 Milower Land

    Tel. 0172/17 24 87 4

    E-Mail: stephaniezander(at)web.de

    Web Yoga: www.zander-yoga.de

    Web Beratung: www.zander-beratung.de

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