• Kreativität und Freiheit sind das Besondere am Skaten

    Konstantin Rutschmann bietet Skateboard-Workshops für Kinder und Jugendliche an. Er hatte vorher einen Job als Erzieher, der ihn nicht mehr motiviert hat. Während einer Auszeit wurde ihm klar, was er tun möchte. Lies mehr ...
    Hey Konstantin, du bietest Skateboardworkshops für Kinder und Jugendliche an. Wie bist du dazu gekommen?

    Ich hatte vorher einen Job als Erzieher, der mich nicht mehr motiviert hat. Nach meiner Kündigung hatte nahm ich mir eine Auszeit, um zu schauen wie es beruflich weitergeht. Ich habe früher Skateboardworkshops im Lindenpark angeboten und gemerkt, dass dieser Skatelehrer immer noch in mir schlummert.

    Du bist leidenschaftlicher Skater. Wann fing alles an?

    Wahnsinn, seit 19 Jahren skate ich schon, ich war damals 12 Jahre alt. Ein guter Freund von mir hatte ein Skateboard zu Weihnachten geschenkt bekommen. Da draufzustehen war einfach ein tolles Gefühl – das war der Startschuss.

    Was ist die größte positive Auswirkung auf Kinder, die du selbst beim Skaten gemacht hast?

    Die Kreativität und die Freiheit sind das Besondere an dem Sport – Skaten ist keine Mannschafsleistung, du kannst immer für dich entscheiden, was du machst. Wenn du rausgehst, gehst du nicht einfach Skaten, sondern du überlegst dir vorher, was du heute erreichen willst. Diese eigenen Erfahrungen kann ich gut in die Pädagogik für Kinder und Jugendliche übernehmen.

    Warst du auch mal bei einem Workshop dabei oder habt ihr euch alles selbst beigebracht?

    Ich war nie bei einem Workshop, über die Möglichkeit wäre ich damals aber sehr froh gewesen. Manchmal gibt es schon Momente, in denen man verzweifelt und gern einen Tipp annimmt. Wir hatten uns damals immer selbst geholfen. Beim Skaten gibt es keine festgelegte Altersgruppe, da ist von Jung bis Alt alles dabei – die älteren Generationen hat uns unterstützt.

    Ist die Nachfrage nach Skateboardworkshops in Potsdam groß?

    Ja. Ich hatte im Juni 2018 gegründet und der Andrang im ersten Jahr war schon groß. Skateboarding ist mittlerweile kein Randsport mehr und das merke ich als Lehrer auch. Ich bin zwar noch nicht bis obenhin ausgebucht, aber die Nachfrage nach Skateboardworkshops ist da.

    Wie lief die Beratung bei Enterprise ab, wie habt ihr deine Gedanken geordnet?

    Meine Idee Skateboardworkshops anzubieten stand bereits fest, als ich mit den Beratungen bei Enterprise begonnen habe. In einem zweiten Schritt haben wir an meinem Business- und Finanzplan gearbeitet und die nächsten Schritte festgelegt. Außerdem hatte ich verschiedene Seminare wie zum Beispiel Marketing und Kundenakquise besucht. Die Seminargröße war mit 4-6 Leuten auch immer sehr angenehm, um individuell arbeiten zu können.

    Hast du von Anfang an geplant deine Tätigkeit nebenberuflich auszuführen?

    Nein, ich dachte am Anfang tatsächlich, dass ich zu hundert Prozent durchstarte und „all in“ gehe. Ich wusste natürlich nicht, wie sich alles entwickelt. Ich hatte dann eine Grundschule als Auftraggeber für die Workshops, die mir einen Teilzeitjob als Erzieher angeboten hat. Jetzt kombiniere ich Anstellung und Selbstständigkeit miteinander.

    Wann und wo bietest du deine Workshops an?

    Ab Mai 2019 findet das Training mittwochs von 16 bis 18 Uhr statt. Außerdem biete ich Skatecamps in den Sommerferien sowie Privat- und Geburtstagskurse an. Dort lernen die Kids die Basics vom Skatboarding, die Körperwahrnehmung und Balance wird geschult, aber auch wie man richtig fällt und sich dabei nicht verletzt.

    Und du bietest auch SkateCamps an, oder?

    Genau, die Skatecamps finden in vier Wochen der Sommerferien von Montag bis Freitag im Buga-Park in Potsdam statt. 14 Kinder nehme ich maximal in das Camp auf. Ich stelle dabei die komplette Ausrüstung. In diesem Jahr wird es erstmalig eine Urkunde am Ende des Camps geben. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie schüchtern einige Kinder am ersten Tag sind und wie sie während den Übungen immer mehr aus sich herauskommen. Im letzten Jahr sind hier richtige Freundschaften entstanden.

     

    Konstantin, vielen Dank für das Interview! Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg bei deinen Workshops!

    Mehr Infos zu Konstantin findet ihr hier:

    - Website: www.skateucate.com

    - Mail: info@skateucate.com

     

    Das Interview führte Linda Pförtner (pfoertner(at)socialimpact.eu) von Enterprise am 3. April 2019.

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