• Netzwerken – Drei Tipps aus Erfahrung

    Netzwerken, Netzwerke aufbauen, die richtigen Netzwerke finden. Jede*r Gründer*in hat es schon einmal gehört, es scheint ein Muss für alle zu sein. Es lohnt sich aber genauer hinzuschauen.

     

    Gründerfrühstücke, Netzwerkstammtische, Netzwerken über Soziale Medien - Formate und Termine, kostenlose wie sehr teure - gibt es jede Menge. Es gibt unzählige Vorbereitungskurse zum Verhalten auf Netzwerkabenden und zum Führen von Small Talks, es existieren Empfehlungen zum richtigen Händeschütteln und darüber, wie ihr euch korrekt eurem Gegenüber vorstellt.

    Ineffektiv zu Netzwerken kann einen riesigen Zeitaufwand nach sich ziehen, der nebst Business- und Finanzplanung sowie allen anderen Aufgaben im Gründungsprozess an euren Nerven zerren kann.

    Effektiv zu Netzwerken bedeutet, dass man sich strategisch die wichtigsten Kontakte aufbaut, die man zum Erfolg des Gründungsvorhabens und der Entwicklung des eigenen Unternehmens gebrauchen und denen man im Austausch auch etwas zurückgeben kann und möchte.

    Netzwerken als Chance sehen

    Beim Besuch von Netzwerkveranstaltungen habt ihr eine besondere Chance, persönlich gesehen zu werden. Dort finden sich Menschen, die etwas Ähnliches anstreben, wie ihr selbst und die sich ähnliche Prioritäten setzen. Ihr lernt neue Menschen kennen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen und von denen ihr etwas lernen könnt. Im Idealfall trefft ihr auf Personen, die das mit Erfolg tun, was ihr selbst tun wollt.

    Bleibt authentisch

    Netzwerken klappt am besten, wenn ihr in der Art und Weise auftretet, mit der ihr euch persönlich wohlfühlt. So könnt ihr eure Idee und euch persönlich authentisch vorstellen, ohne ständig darüber nachzudenken, ob es richtig ist, was ihr tut oder wie ihr euch verhaltet. Richtet euer Auftreten nicht nach den Vorstellungen anderer Menschen.

    Findet euren Stil heraus

    Redet ihr gerne und viel? Lernt ihr gern neue Leute kennen und liebt ihr es, in der Menge zu baden? Prima, dann ab ins Getümmel! Oder ist es euch lieber, weniger Leute anzusprechen und die Kontakte langsamer, aber intensiver zu gestalten? Auf jeder Veranstaltung gibt es Menschen, die zu euch und eurer Art passen. Diese kennen zu lernen, ist ganz oft ein Gewinn für euch.

    Weniger ist mehr

    Netzwerken kann Spaß machen und auf lange Sicht zum Aufbau eines guten Kontaktnetzes führen. Allerdings gilt auch hier: Weniger ist mehr. Seid wählerisch und sucht euch genau aus, zu welcher Veranstaltung ihr gehen möchtet. Eure Zeit ist kostbar. Zu Beginn des Gründungsprozesses ist es oft interessant, den Austausch mit anderen Gründer*innen zu suchen. Später verändern sich die Kriterien und ihr geht besser zu Veranstaltungen, bei denen ihr potenzielle Multiplikator*innen und Kund*innen trefft.

    Es dauert manchmal Jahre, bis aus Einzelkontakten ein wirkliches Netzwerk entsteht. Deshalb ist es gut, bereits in der Gründungsphase mit dem Kontaktknüpfen zu beginnen und kontinuierlich am Ball zu bleiben. Im Übrigen haben sich „Businessdating- oder Speeddatingbörsen“, bei denen sich Unternehmen gegenseitig und der Reihe nach in kurzer Zeit vorstellen, als ziemlich ineffektiv erwiesen.

    Hilfreiche Links zum Thema:

    https://karrierebibel.de/?s=netzwerken&submit=

    https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-fuehren/marketing/pr/soziale-netzwerke/

    https://www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/berater-suchen/wo-beratung-gruendung/gruendernetzwerke/

    Nächstes Mal: Regionale Business-Netzwerke und wichtige Ansprechpartner zum Thema Netzwerke.

    Herzliche Grüße aus der Schiffbauergasse,

     

    Ulrike Feld (feld@socialimpact.eu)

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